Amazonas-Sotalia
| Wissenschaftlicher Name | Sotalia fluviatalis | ||
| Deutscher Name | Amazonas-Sotalia | ||
| Taxonomie | Klasse: Mammalia Ordnung: Cetacea Unterordnung: Odontoceti Familie: Delphinidae Gattung: Sotalia Spezies: fluviatalis | ||
| Verhalten | Normalerweise nähert sich der Amazonas-Sotalia Schiffen nicht, obschon einzelne Tiere neugieriger als andere sein können und in der Heckwelle vorbeifahrender Schiffe schwimmen. Amazonas-Sotalias sind recht aktive Delphine, die häufig aus dem Wasser springen, insbesondere, wenn sie gestört werden. Sie tauchen nicht tief und bleiben nur selten länger als eine Minute unter Wasser. Populationen vor den Küsten bilden größere Gruppen als in Flüssen. Letztere beobachtet man häufig zusammen mit Amazonas-Flussdelphinen bei der Fischjagd. | ||
| Globale Verbreitung | Das Besondere am Amazonas-Sotalia ist, dass er sowohl in Süßwasser als auch im Meerwasser vorkommt. Die Meerwasser-Populationen kommen in küstennahen, flachen Gewässern an der nordöstlichen Küste Südamerikas und an der Ostfküste Zentralamerikas vor. Flussbewohnende Populationen finden wir in der Nähe von Flussmündungen, Gezeitendeltas und Buchten bis 250 km stromaufwärts im Orinoko und 2500 km stromaufwärts im Amazonas. | ||
| Morphologie | Der Amazonas-Sotalia zählt zu den kleinsten Delphinen. Bei der Geburt misst er eine Körperlänge zwischen 70 und 80 cm. Der ausgewachsene Amazonas-Sotalia wird zwischen 1,3 und 1,8 m lang und wiegt zwischen34 und 45 kg. Amazonas-Sotalias besitzen einen robusten kleinen Körper und ihre Färbung variiert jeweils bei einzelnen Tieren ebenso wie bei Populationen in einem breiten Spektrum zwischen hell- bis mittelgrau, blaugrau oder braungrau an der Oberseite, und blassgrau, weiß oder rosa auf der Unterseite. Viele von ihnen werden mit zunehmendem Alter heller, und die Populationen der Flussbewohner sind normalerweise körperlich kleiner als die der Küstenbewohner. Amazonas-Sotalias besitzen eine dreieckige, oft in einem Haken auslaufende Rückenfinne, deren Spitze häufig blaß gefärbt ist, wo sie am Meeresboden oder Flussbett entlang schaben. Die großen, breiten Flipper (Brustflossen) weisen dieselbe Färbung wie die Oberseite auf. Die Melone ist vollkommen rund und läuft in einer länglichen Schnabelschnauze mit bis zu 70 Zähnen in beiden Kieferhälften aus. Zu ihrer Nahrung zählen Fisch, Krill und/oder andere Krebstiere. | ||
| Gefährdung | In Küstengewässern und Flüssen sehen sich die Amazonas-Sotalias einer Vielzahl von Gefährdungen ausgesetzt, darunter Schiffsverkehr, Deichbau, Lebensraumverlust, chemische Schadstoffbelastung und Verfangen in Fischernetzen. Sie weren auch nachweislich bejagt. | ||
| Bestand | Für diese Art gib es keine Bestandszahlen. | ||
| Schutzmaßahmen | CMS Anhang II IUCN – Datenmangel | ||





