Blauweißer Delphin

Wissenschaftlicher Name Stenella coeruleoalba
Deutscher Name Blauweißer Delphin
Taxonomie Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Delphinidae
Gattung: Stenella
Spezies: coeruleoalba

Verhalten Blauweiße Delphine sind an der Wasseroberfläche ausgesprochen aktiv und gehören zu den Akrobaten der Delphin-Spezies. In einigen Gebieten schwimmen Blauweiße Delphine auf der Bugwelle und verlassen das Wasser häufig mit weiten Flugsprüngen, bei denen ihre typischen Merkmale deutlich sichtbar werden. In anderen Gebieten weichen sie den Schiffen aus.

Blauweiße Delphine kommen in kleinen Gruppen ebenso wie in großen Schulen von mehreren hundert Tieren vor. Bei der Jagd auf Beute tauchen sie mindestens 200 m tief und bleiben 5 bis 10 Minuten unter Wasser.

Globale Verbreitung Der Blauweiße Delphin ist weltweit in gemäßigten, warmen, tropischen und subtropischen Gewässer verbreitet. Einige Populationen unternehmen jahreszeitliche Migrationen, andere bleiben gebietsfest in großen Lebensräumen. Sie scheinen tiefe Gewässer vorzuziehen und kommen normalerweise auf dem offenen Meer vor.
Morphologie Aufgrund der typischen Streifen an den Flanken und der blassgrauen, fingerförmigen Zeichnung unterhalb der Rückenfinne ist der Blauweiße Delphin verhältnismäßig leicht zu identifizieren. Ein weiteres unverwechselbares Merkmal ist eine schwarze Linie, die sich von der Schnauze um das Auge herum und entlang der Flanken zur Unterseite der Schwanzwurzel erstreckt. Der Blauweiße Delphin ist strömlinienförmig gebaut und besitzt einen langen Schnabel und eine große Rückenfinne.
Neugeborene sind ca. 1 m lang, ausgewachsene Männchen messen zwischen 1,9 und 2,6 und ausgewachsene Weibchen zwischen 1,9 und 2,1 Metern. Ihr Körpergewicht beträgt zwischen 90 und 150 kg. Auf ihrem Speiseplan stehen Fisch, Tintenfisch und Krebstiere.

Gefährdung Wie bei vielen anderen Walen und Delphinen besteht die Hauptgefährdung des Blauweißen Delphins im Verfangen in Fischernetzen. Bei Treibjagden in Japan werden ganze Schulen an die Küste getrieben und wegen ihres Fleischs getötet. Auch dies ist eine ernste Bedrohung, da alljährlich Tausende von Tieren getötet werden können.
Bestand Für diese Art gibt es keine Bestandszahlen, man nimmt jedoch an, dass sie in einigen Gegenden recht häufig vorkommen, in anderen Regionen jedoch verhältnismäßig selten auftauchen.
Schutzmaßahmen CMS: Anhang I
Geschützt gemäß ASCOBANS
Geschützt gemäß ACCOBAMS
IUCN - Geringe Bedrohung (erhaltungsabhängig) – Neubewertung steht aus