Commerson-Delphin

Wissenschaftlicher Name Cephalorhynchus commersonii
Deutscher Name Commerson-Delphin
Taxonomie Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Delphinidae
Gattung: cephalorynchus
Spezies: commersonii

Verhalten Nähert sich vermutlich gerne Booten und ist für sein Bugwellenreiten bekannt. Durchbricht gerne die Oberfläche und ist auch unter Wasser ein derart aktiver Schwimmer, dass seine verwirrenden Schwimmmuster es dem Beobachter schwer machen, zu erraten, wo er als nächstes auftauchen wird.
Globale Verbreitung Commerson-Delphine kommen nur an wenigen Orten der Welt vor. Man findet sie vor der argentinischen Ostküste (einschließlich Falkland-Inseln), vor der äußersten Südspitze Chiles und rund um die Kerguelen-Inseln im Indischen Ozean. Die meisten Sichtungen werden in Küstennähe in weniger als 100 Meter tiefen Gewässern gemeldet. Das Tier scheint Gebiete mit starkem Tidenhub, häufig in der Nähe von Kelp-Feldern, zu bevorzugen.
Morphologie 

Aufgrund ihres sehr auffälligen Erscheinungsbildes sind Commerson-Delphine einfach zu erkennen. Ihr kleiner Körper ähnelt mehr einem Tümmler als einem Delphin, das Verhalten lässt jedoch den Delphin erkennen. Bei der Geburt ist das Tier grau, schwarz und braun gefärbt, mit zunehmendem Alter wechseln jedoch die Farben. Ausgewachsene Tiere sind vornehmlich weiß gefärbt, Kopf, Fluke, Rückenfinne und Flipper sind schwarz. Am Kinn sitzt stets ein weißer Fleck, den Bauch ziert ein schwarzer Fleck. Dieser Fleck ist bei männlichen Tieren tropfenförmig, bei Weibchen hufeisenförmig.

Man nimmt an, dass die Population um die Kerguelen-Inseln im Indischen Ozean von den südamerikanischen Populationen geografisch isoliert ist und eine eigene Sub-Spezies bildet. Die meisten Individuen sind größer als die südamerikanischen Vettern und schwarz, grau und weiß gefärbt.

Neugeborene Commerson-Delphine sind ca. 55 cm lang und wiegen rund  6 kg. Ausgewachsene Tiere werden zwischen 1,3 und 1,7 Meter lang bei einem Gewicht zwischen 35 und 60 kg. Commerson-Delphine ernähren sich von Krebstieren, wie Garnelen und Krabben, Fisch, Tintenfischen und Kraken, sowie anderen Wirbellosen wie etwa Seesternen.
Gefährdung Die Hauptgefährdung besteht im Verfangen und Ertrinken in Stellnetzen und sonstigen Fischfanggeräten. Wie der Weißbauchdelphin und der Schwarzdelphin wird auch der Commerson-Delphin illegal bejagt, um der chilenischen Fischereiindustrie als Köder für den Königskrabbenfang zu dienen.
Bestand Für diese Spezies liegen keine Bestandsschätzungen vor.
Schutzmaßahmen CMS: Anhang II