Gemeiner Delphin

Wissenschaftlicher Name Delphinus delphis, Delphinus capensis
Deutscher Name Gemeiner Delphin
Taxonomie Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Delphinidae
Gattung: Delphinus
Spezies: delphis / capensis

Verhalten Sehr aktive, temperamentvolle und akrobatische Spezies. Begeisterter Bugwellenreiter und Springer bei schnellem Schwimmen. Häufig in großen Schulen vornehmlich auf hoher See gesichtet, obschon die Größe der Schulen je nach Jahres- und Tageszeit schwanken kann. Eine akustisch hochaktive Spezies, deren Laute zuweilen sogar über Wasser zu hören sind.
Globale Verbreitung Gemeine Delphine sind in zahlreichen unterschiedlichen Populationen über alle Weltmeere verbreitet. Wir finden Sie in Binnenmeeren, selten jedoch in Gewässern unter einer Tiefe von 180 Metern. In einigen Gebieten sind Gemeine Delphine ganzjährig vertreten, andere wiederum migrieren jahreszeitlich bedingt.
Morphologie Gemeine Delphine sind leicht an ihrer stundenglasförmigen, gelb, weiß, grau und schwarz gefärbten Musterung der Flanken zu erkennen. Sie tragen ein V-förmiges, dunkles, von schwarz bis braun variierendes Cape unter der Rückenfinne. Die Unterseite ist weiß mit gelegentlichen gelben Streifen und einer schlanken grauen Schwanzwurzel. Die Fluke ist auf beiden Seiten schwarz, und die gebogene bis dreieckige Rückenfinne variiert zwischen schwarz, grauweiß oder einer Schattierung dazwischen. Es gibt kaum geschlechtsspezifische Merkmalsunterschiede, so dass die Geschlechter schwer auseinander zu halten sind.

Der auffälligste Unterschied zwischen dem Lang- und dem Kurzschnäuzigen Gemeinen Delphin ist die Länge und Breite des Schnauzenschnabels. Langschnäuzige Gemeine Delphine haben lange, schlanke Schnauzen, während Kurzschnäuzige Gemeine Delphine kürzere, stumpfere Schnauzen besitzen.

Bei der Geburt sind Gemeine Delphine rund 80 cm lang, über ihr Geburtsgewicht ist nichts bekannt. Sie werden bis zu 1,7 und 2,4 Metern lang und wiegen zwischen 70 und 110 kg. Gemeine Delphine ernähren sich von Fisch und Tintenfischen.

Gefährdung Die Hauptgefährdung besteht im Verfangen und Ertrinken in Fischernetzen. Weitere Gefährdungen stellen Habitatverlust, Störungen durch menschliches Eingreifen und Erschöpfung der Beutebestände dar.
Bestand Für diese Spezies liegen keine Bestandsschätzungen vor, es gibt jedoch Anzeichen für einen erheblichen Rückgang von Populationen in mehreren Gebieten, u. a. im Mittelmeer, Schwarzen Meer und östlichen tropischen Pazifik.
Schutzmaßahmen CMS Anhang I (Mittelmeer-Population), sämtliche sonstigen Populationen sind im CMS Anhang II gelistet.
Geschützt unter ACCOBAMS
Geschützt unter ASCOBANS