| Wissenschaftlicher Name | | Orcaella brevirostris |  |
| Deutscher Name | | Irrawadi Delphin |
| Taxonomie | | Klasse: Mammalia Ordnung: Cetacea Unterordnung: Odontoceti Familie: Delphinidae Gattung: Orcaella Spezies: brevirostris / heinsohni
Unlängst wurden die Irrawadi-Delphine in zwei Tierarten unterteilt, den O. brevirostris, der in fünf Süßwassersystemen und küstennahen Meeresgebieten Südostasiens bis zur Ostküste Indiens vorkommt, und den Stupsfinnen Delphin O. heinsohni, der in den Küstengewässern Nordaustraliens und des südlichen Papua Neuguineas vorkommt.
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| Verhalten | | Irrawadi Delphine sind langsame Schwimmer, die sich gemächlich in Nähe der Wasseroberfläche tummeln. Sie sind nicht besonders aktiv an der Wasseroberfläche, außer wenn sie sich in Gruppen formieren. Sie schwimmen gerne auf der Seite (ähnlich wie einige Flussdelphinarten) und „spucken“ einen Wasserschwall aus, wenn sie zum Ausschauhalten die Wasseroberfläche durchstoßen. Welcher Zweck dahinter steckt, ist unbekannt, man nimmt jedoch an, dass damit die Fische erschreckt werden sollen. Mehrere in Flüssen lebende Populationen fischen in Kooperation mit den Fischern, indem sie ihnen die Fische ins Netz treiben.
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| Globale Verbreitung | | Der Irrawadi Delphin ist stellenweise in flachen, küstennahen tropischen und subtropischen Meeresgewässern des Indopazifik von Nordostaustralien im Süden, nördlich der Philippinen und West- bis Nordost-Indien verbreitet. Seine Verbreitung konzentriert sich auf marine Flussmündungen und eingeschlossene Gewässer (bspw. Buchten und Sunde). Gewöhnlich findet man ihn auch an Magrovenwäldern angrenzend. Die Süßwasserpopulationen konzentrieren sich auf drei Flusssysteme – den Mahakam in Indonesien, den Ayeyarwady (vormals Irrawadi – woher ihr Name stammt) in Myanmar (ehemals Burma) und den Mekong in Laos, Kambodscha und Vietnam. Irrawadi Delphine kommen auch in teilweise isolierten Brackgewässern oder Süßgewässern vor, u. a. dem Chilka-See in Indien und dem Songkhla-See in Thailand.
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| Morphologie | | Irrawadi Delphine sind an deutlich ausgeprägten Merkmalen zu erkennen – runder Kopf, Färbung in sämtlichen Grautönen, kleine, dreieckige stumpf auslaufende Rückenfinnen, große ruderartige Flipper (Brustflossen) und ein U-förmiges, zur Stirn hin geöffnetes Blasloch. Im Oberkiefer haben sie bis zu 40, im Unterkiefer 36 Zähne. Neugeborene Delphine sind rund 1 Meter lang und wiegen zwischen 90 und 150 kg. Auf ihrem Speiseplan stehen Fische, Krebstiere und Tintenfische.
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| Gefährdung | | Stärkste Gefährdung ist das Verfangen und Ertrinken in Stellnetzen. Weitere Bedrohungen sind Lebensraumverlust und die Belästigung durch den Menschen, u. a. durch Schiffskollisionen.
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| Bestand | | Es liegen keine Schätzwerte des Gesamtbestands dieser Tierart vor. Mehrere geografisch isolierte Populationen überleben jedoch in nur sehr geringer Anzahl.
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| Schutzmaßahmen | | CITES Anhang I CMS Anhang II IUCN – Die Süßwasserpopulationen in Irrawadi, Mahakam, Mekong und Songkhla sind als „Stark Gefährdet“ klassifiziert. Für sämtliche anderen Populationen gilt die Klassifizierung Datenmangel.
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