Kurzflossen Grindwal

Wissenschaftlicher Name Globicephala macrohynchus
Deutscher Name Kurzflossen Grindwal
Taxonomie Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Delphinidae
Gattung: Globicephala
Spezies: macrohynchus

Verhalten Keine besonders akrobatische Tierart und von Bugwellenreiten wird nicht berichtet, obwohl die Tiere im Ruhezustand die Annäherung von Schiffen zulassen. Die nachtaktiven Tiere tauchen zur Beutejagd etwa zehn Minuten lang. Der starke Blasnebel ist bei guten Sichtbedingungen erkennbar. Normalerweise bilden sie Gruppen zwischen 10 und 15 Individuen, es wurden aber auch größere Gruppen gesichtet. Bei der gemeinsamen Reise über größere Entfernungen schwimmen die Schulen in einer mehrere Kilometer breiten Reihe nebeneinander her.

Der Unterschied zwischen Kurzflossen- und Langflossen-Grindwalen ist schwer festzustellen, obgleich es einige typische für die Erkennung nützliche Merkmale gibt:

(1) Die Größe der Flipper (Brustflossen).
Kurzflossen-Grindwal = ca. 14 – 19 % der Körperlänge.
Langflossen-Grindwal = ca. 18 – 27% der Körperlänge.
Langflossen-G. weisen auch einen bemerkenswerteren “Ellbogen”-Rand zur Finne hin auf.
(2) Kopfform.
Die Melone des Langflossen-G. ist kugelförmiger und überragt den Unterkiefer.
(3)Zahnzahl.
Kurzflossen-G. = jeweils zwischen 14 und 18 Zähne in beiden Kieferhälften.
Langflossen-G. = jeweils zwischen 16 und 24 Zähne in Ober- und Unterkiefer.
(4) Gruppengröße
Kurzflossen-G. bilden Normalerweise kleinere Gruppen, als ihre langflossigen Vettern.

Globale Verbreitung Man geht von einer weit gestreuten Verbreitung in tropischen, subtropischen und gemäßigt warmen Gewässern aus, obgleich ihr genaues Verbreitungsgebiet aufgrund der Verwechslungshäufigkeit mit Langflossen-Grindwalen unbekannt ist. Ihr Verbreitungsgebiet überlappt sich, obgleich Kurzflossen-Grindwale wärmere Gewässer vorziehen. Einige Populationen scheinen ganzjährig vor Ort zu sein, während andere weniger gebietsfest scheinen und auch keinen festen Wanderrouten folgen, sondern ihr Wanderverhalten von der Verfügbarkeit der Beute und/oder der Wassertemperatur abhängt. Bewegung des Tintenfischs zwecks Paarung zur Küste hin und danach wieder Entfernung von der Küste. Kurzflossen-Grindwale bevorzugen tiefe Gewässer und tauchen am Abhang des Kontinentalschelfs und über unterseeischen Gräben auf.
Morphologie Körperlich größerer Vertreter der Delphin-Familie. Neugeborene Kälber wiegen ca. 60 kg und messen zwischen 1,4 und 1,9 Metern, ausgewachsene Tieren wiegen zwischen 1 und 4 Tonnen und werden 3,6 bis 6,5 Meter lang. Der Körper der Kurzflossen-Delphine ist robust und schwarz oder dunkelgrau gefärbt. Auf der Kehle prangt ein deutlicher, W-förmiger weißer Fleck, einige Individuen weisen einen blassgrauen oder weißen Streifen auf, der sich hinter dem Auge bis zur Rückenfinne erstreckt. Sie besitzen einen vollkommen runden, leicht kugeligen Kopf ohne Schnabel und eine nach oben gebogene Schnauze. Die nach hinten gebogene Rückenfinne sitzt weit vorne am Körper auf einer sehr breiten Basis. Größe und Form der Rückenfinne hängt von Alter und Geschlecht ab. Die langen schlanken Flipper (Brustflossen) haben leicht gebogene Ränder, laufen spitz zu und sitzen weit vorne am Körper in Kopfnähe.
Gefährdung Zu den stärksten Gefährdungen zählt das Verfangen und Ertrinken in Fischernetzen. Auch direkte Bejagung kommt noch vor.
Bestand Aktuelle Bestandsschätzungen für diese Tierart liegen nicht vor, jedoch nimmt man an, dass sie gebietsweise recht häufig vorkommen.
Schutzmaßahmen CITES Anhang II
CMS “nicht gelistet”
IUCN – Geringe Bedrohung (erhaltungsabhängig) – Neubewertung steht aus