La-Plata-Delphin
| Wissenschaftlicher Name | Pontoporia blainvillei | ||
| Deutscher Name | La-Plata-Delphin | ||
| Taxonomie | Klasse: Mammalia Ordnung: Cetacea Unterordnung: Odontoceti Familie: Pontoporiidae Gattung: Pontoporia Spezies: blainvillei | ||
| Verhalten | Diese sehr ruhigen und unauffälligen Tiere zeigen nur wenig von sich an der Oberfläche. Man weiß, dass sie Schiffen aus dem Wege gehen, obwohl sich einige Tiere nachweislich Fischerbooten genähert haben – vielleicht auf der Suche nach einer freien Mahlzeit? Das Tier scheint die Nahrungssuche auf dem Meeresboden vorzuziehen und wurde beobachtet, wie es in der Anwesenheit von Raubtieren bewegungslos an der Oberfläche trieb. Es bildet normalerweise kleine Gruppen von 1 bis 5 Tieren. | ||
| Globale Verbreitung | Der La-Plata-Delphin kommt in flachen Küstengewässern vor Uruguay, Argentinien und Brasilien vor. Die nördliche Grenze seiner Verbreitung ist der Doce-Fluss in Brasilien, die Südgrenze bildet die Halbinsel Valdés in Argentinien. | ||
| Morphologie | Es gibt nur wenige Berichte über den La-Plata-Delphin, und Informationen über seine Morphologie und Verhalten sind spärlich. Das scheue und unauffällige Tier ist leicht zu übersehen. Trotz seiner engen Verwandtschaft zu anderen Flussdelphinen ist der La-Plata-Delphin kein echter Flussdelphin, da er im Ozean lebt und in flachen Küstengewässern vorkommt. Der La-Plata-Delphin ist einer der kleinsten Wale überhaupt: Neugeborene Kälber messen zwischen 70 und 80 cm bei einem Gewicht von 7,3 bis 8,5 kg. Ausgewachsene Tiere werden ca. 1,50 m lang und wiegen zwischen 30 und 53 kg. Sie besitzen den längsten Schnauzenschnabel in der Delphin-Familie und tragen jeweils zwischen 106 und 112 Zähne in Ober- und Unterkiefer. La-Plata-Delphine haben einen gedrungenen Körperbau mit gewölbtem Bauch, die Körperfärbung ist graubraun auf der Oberseite und blasser auf der Unterseite. Aufgrund seiner Zeichnung wird er auch Franciscana-Delphin genannt in Anlehnung an die Kleidung der Franziskaner-Mönche. Die nahezu dreieckigen Flipper sind breit, ebenso wie die Fluke, die nahezu ein Drittel der Körperlänge ausmacht. Die kleine, abgerundete Rückenfinne setzt sich als Grat bis zur Schwanzwurzel und zur Fluke fort. | ||
| Gefährdung | Verfangen und Ersticken in Fischernetzen, insbesondere in Hainetzen, ist die häufigste Todesursache dieser Spezies. | ||
| Bestand | Schätzungen des Gesamtbestandes der Spezies stehen nicht zur Verfügung, jüngste Luftbeobachtungen schätzen ihre Population in den Küstengewässern vor Uruguay und Brasilien auf ca. 40.000. | ||
| Schutzmaßahmen | CMS Anhang I IUCN – Datenmangel | ||





