Langflossen-Grindwal

Wissenschaftlicher Name Globicephala melas
Deutscher Name Langflossen-Grindwal
Taxonomie Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Delphinidae
Gattung: Globicephala
Spezies: melas
(Sub-Spezies: melas / edwardii)

Verhalten Im Gegensatz zu ihren nahen Verwandten, den Kurzflossen-Grindwalen, hat man Langflossen-Grindwale beim Bugwellenreiten beobachtet, und sie sind die besseren Akrobaten. Sie kommen in großen Gruppen bestehend aus 50 bis 100 Individuen vor und Schulen von mehreren Hunderten oder Tausenden sind nicht ungewöhnlich. Langflossen-Grindwale zählen zu den Walen, von denen die meisten Massenstrandungen bekannt sind.
Zwar ist es sehr schwierig, Kurzflossen- von Langflossen-Grindwalen zu unterscheiden, aber es gibt mehrere Unterschiede, die zur Identifizierung hilfreich sind:
(1) Die Größe der Flipper (Brustflossen).
Kurzflossen-G. = ca. 14 – 19 % der Körperlänge
Langflossen-G. = ca. 18 – 27 % der Körperlänge. Außerdem besitzen Langflossen-G. einen bemerkenswerteren “Ellbogen-Rand” zur Finne hin.
(2) Kopfform.
Langflossen-G. kugelförmiger und überragt den Unterkiefer.
(3) Anzahl der Zähne.
Kurzflossen-G. = zwischen 14 – 18 Zähnen in Ober- und Unterkiefer.
Langflossen-G. = zwischen 16 – 24 Zähnen in Ober- und Unterkiefer
(4) Gruppenstärke
Kurzflossen-G. bilden normalerweise kleinere Gruppen als Langflossen-G..

Globale Verbreitung Derzeit unterscheidet die Wissenschaft zwei Subspezies des Langflossen-Grindwals; G. melas melas kommt in den kalten, gemäßigten und subpolaren Gewässern des Nordatlantiks, und G. melas edwardii in den kalten, gemäßigten und subpolaren Gewässern der südlichen Hemisphäre vor. Beide ziehen tiefe Gewässer vor, und während einige ständig auf offener See oder in Küstennähe leben, unternehmen andere jahreszeitliche Wanderungen, um ihrer Beute zu folgen.
Morphologie Langflossen-Grindwale zählen zu den größten Mitgliedern der Familie der Delphine (Geburtsgewicht ca. 75 kg bei einer Körperlänge von 1,8 – 2 m; ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 1,8 und 3,5 Tonnen bei einer Körperlänge von 3,8 bis 6 m). Die Körper dieser Tiere sind schwarz oder dunkelgrau gefärbt. Auf der Kehle befindet sich ein deutlich gezeichneter, W-förmiger weißer Fleck. Bei einigen Tieren zieht sich ein hellgrauer oder weißer Streifen hinter dem Auge bis zur Rückenfinne. Sie besitzen einen sehr runden, leicht kugelförmigen Kopf ohne Schnabel und eine aufwärts gebogene Schnauze. Die nach hinten gebogene Rückenfinne setzt sich auf dem Körper mit einer sehr breiten Basis fort. Körpergröße und Form variieren je nach Geschlecht und Alter des Tieres. Die Flipper (Brustflossen) befinden sich weit vorne am Körper in Kopfnähe, sind ausgesprochen lang und schlank mit leicht gebogenen Rändern und spitzen Enden.
Gefährdung Die staerkste Bedrohung geht von den Fischernetzen, in denen sie sich verfangen und ertrinken aus. Als Hauptursache für die Dezimierung des Bestands in den letzten Jahren wird die direkte Bejagung angesehen.
Bestand Es liegt keine Schätzung des Gesamtbestands dieser Tierart vor.
Schutzmaßahmen CITES Anhang II (Nord- und Ostsee-Populationen)
CMS Anhang II
IUCN – Niedrigste Bedrohungsstufe