Schwarzdelphin

Wissenschaftlicher Name Lagenorhynchus obscurus
Deutscher Name Schwarzdelphin
Taxonomie Klasse: Mammalia
Ordnung: Cetacea
Unterordnung: Odontoceti
Familie: Delphinidae
Gattung: Lagenorhynchus
Spezies: obscurus

Verhalten Die sehr neugierige Spezies scheint den Kontakt zu Booten und Menschen gleichermaßen zu genießen. Sie ist ausgesprochen aktiv und durchbricht die Oberfläche wie auch die anderen ozeanischen Spezies auf drei typische Weisen, nämlich mit dem Kopf voran, als Seitenklatscher und zum Flukenschlagen. Für gewöhnlich kommt der Schwarzdelphin in kleinen Gruppen vor, obgleich auch größere Schulen bei der Versammlung im Sommer beobachtet werden.
Globale Verbreitung Schwarzdelphine sind weit über die südliche Hemisphäre verbreitet, wenngleich ihr Verbreitungsgebiet nicht lückenlos ist. Es gibt drei Hauptpopulationen. Neuseeland, Südafrika und Südamerika einschließlich der Falkland-Inseln. Schwarzdelphine leben meistens in Küstennähe oder über dem Kontinentalschelf. Einige Populationen sind das ganze Jahr über gebietstreu, andere folgen jahreszeitlich und tageweise Bewegungen von der Küste weg ins offene Meer und zurück.
Morphologie Schwarzdelphine besitzen eine kurze, dunkle Schnauze und eine leicht abfallende Stirn. Die Oberseite ist vornehmlich schwarz oder blauschwarz gefärbt, weiße oder blassgraue Strahlen zieren die Flanken. Die Unterseite ist weiß, die langen Flipper sind dunkler gefärbt als die Umgebung. Die Rückenfinne ist sehr hoch und auf der Hinterseite hellgrau gefärbt. Neugeborene Schwarzdelphine sind zwischen 55 und 70 cm lang und wiegen zwischen 3 und 5 kg. Ausgewachsene Schwarzdelphine messen zwischen 1,6 und 2,1 Metern bei einem Gewicht zwischen 50 und 90 kg. Sie ernähren sich von Fisch und Tintenfischen.
Gefährdung Die Hauptgefährdung besteht im Verfangen und Ertrinken in Stellnetzen und sonstigen Fischfanggeräten. Wie der Weißbauchdelphin und der Commerson-Delphin wird auch der Schwarzdelphin illegal bejagt, um der chilenischen Fischereiindustrie als Köder für den Königskrabbenfang zu dienen.
Bestand Für diese Spezies liegen keine Bestandsschätzungen vor – der Bestand gilt jedoch als gebietsweise häufig.
Schutzmaßahmen CMS Anhang II