Mensch und Delphin
Die merkwürdig freundliche Beziehung zwischen Delphinen und Menschen ist gewiss nicht neu, denn sie wird schon in frühen Mythen, Legenden und Kunstwerken gefeiert.
„Die merkwürdig freundliche Beziehung zwischen Delphinen und
Menschen ist gewiss nicht neu, denn sie wird schon in frühen Mythen,
Legenden und Kunstwerken gefeiert. Einige Legenden erklären die
Zuneigung der Delphine zum Menschen damit, dass sie früher selbst
Menschen waren, bevor sie ihre Form vollständig veränderten.
Die Menschen an den Nebenflüssen des Amazonas erzählen eine ganz andere Geschichte. In einer lokalen Legende entsteigt der Amazonasdelphin dem Fluss in Form eines roten Mannes. Mit seinen Besuchen erklärt man unerwartete Schwangerschaften in der örtlichen Bevölkerung.
Delphine tauchen in vielen altgriechischen Kunstwerken und Geschichten auf. Am berühmtesten ist der Fall des griechischen Dichters Arion, der im späten 7. Jahrhundert vor Christus in Korinth gelebt haben soll. Er wurde von Piraten ins Meer geworfen und bezauberte einen Delphin mit seiner Musik, sodass ihn dieser auf seinem Rücken zur Küste trug.
Arions Geschichte ist wahrscheinlich das erste Beispiel einer Rettung durch Delphine, gewiss aber nicht das letzte. Geschichten über Delphine, die Menschen bei Gefahr helfen, gibt es unter zwei Formen: Die einen berichten, wie ein oder mehrere Delphine einem Ertrinkenden zur Wasseroberfläche oder sogar an die Küste helfen, und die anderen handeln davon, wie Delphine Haie vertreiben. Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob die Delphine bewusst helfen oder ob es sich um ein rein instinktmäßige Handlungen handelt. Es steht fest, dass Delphine ihre eigenen Schulen schützen, indem sie Haie angreifen und vertreiben.
Menschen in nächster Umgebung könnten somit zu dem möglichen Fehlschluss gelangen, das geschehe ihretwegen, während die Delphine damit nur Angehörige der eigenen Art schützen. Es könnte aber auch sein, dass die Delphine die Verwundbarkeit der Schwimmer erkennen und dass ihre Auffassung vom Schutz, den sie gewähren, auch den Menschen mit einschließt.
Delphine haben jedenfalls den starken Instinkt, schwächere Mitglieder ihrer Schule zu schützen. Es gibt viele Berichte darüber, wie sie kranken, verwundeten oder sterbenden Artgenossen helfen, damit sie an der Oberfläche Luft atmen können. Könnte dies die vielen Erzählungen Ertrinkender erklären, die behaupten, von Delphinen gerettet worden zu sein? Wahrscheinlich weden wir die Antwort auf diese Fragen nie bekommen.
Nicht wenige Menschen auf der ganzen Welt sind sich sicher, dass Delphine sie vor dem Ertrinken und vor Haiangriffen gerettet haben. Ein ganz besonderer Bericht stammt von einer Gruppe von Fischern aus South Carolina in den USA. Im Juni 2001 fischten sie 56 Kilometer vor der Küste von Georgetown, als ihr Boot sank. Die Männer trieben mit dem Golfstrom und schrieben später in einem Bericht an eine örtliche Zeitung, sie seien von Heringshaien, Hammerhaien, Tigerhaien und anderen Arten buchstäblich umgeben gewesen. Sie kamen ihnen so nahe, dass sie Schürfwunden davontrugen. Dann erschien glücklicherweise eine Delphinschule und vertrieb die Haie. Die Delphine blieben die ganze Nacht über bei den Männern und vertrieben am darauf folgenden Nachmittag einen angreifenden 2,7 Meter langen Weißen Hai.“
zitiert aus: "Die Welt der Wale und Delphine", Mark Simmonds, 2006
Die Menschen an den Nebenflüssen des Amazonas erzählen eine ganz andere Geschichte. In einer lokalen Legende entsteigt der Amazonasdelphin dem Fluss in Form eines roten Mannes. Mit seinen Besuchen erklärt man unerwartete Schwangerschaften in der örtlichen Bevölkerung.
Delphine tauchen in vielen altgriechischen Kunstwerken und Geschichten auf. Am berühmtesten ist der Fall des griechischen Dichters Arion, der im späten 7. Jahrhundert vor Christus in Korinth gelebt haben soll. Er wurde von Piraten ins Meer geworfen und bezauberte einen Delphin mit seiner Musik, sodass ihn dieser auf seinem Rücken zur Küste trug.
Arions Geschichte ist wahrscheinlich das erste Beispiel einer Rettung durch Delphine, gewiss aber nicht das letzte. Geschichten über Delphine, die Menschen bei Gefahr helfen, gibt es unter zwei Formen: Die einen berichten, wie ein oder mehrere Delphine einem Ertrinkenden zur Wasseroberfläche oder sogar an die Küste helfen, und die anderen handeln davon, wie Delphine Haie vertreiben. Es wird immer wieder die Frage gestellt, ob die Delphine bewusst helfen oder ob es sich um ein rein instinktmäßige Handlungen handelt. Es steht fest, dass Delphine ihre eigenen Schulen schützen, indem sie Haie angreifen und vertreiben.
Menschen in nächster Umgebung könnten somit zu dem möglichen Fehlschluss gelangen, das geschehe ihretwegen, während die Delphine damit nur Angehörige der eigenen Art schützen. Es könnte aber auch sein, dass die Delphine die Verwundbarkeit der Schwimmer erkennen und dass ihre Auffassung vom Schutz, den sie gewähren, auch den Menschen mit einschließt.
Delphine haben jedenfalls den starken Instinkt, schwächere Mitglieder ihrer Schule zu schützen. Es gibt viele Berichte darüber, wie sie kranken, verwundeten oder sterbenden Artgenossen helfen, damit sie an der Oberfläche Luft atmen können. Könnte dies die vielen Erzählungen Ertrinkender erklären, die behaupten, von Delphinen gerettet worden zu sein? Wahrscheinlich weden wir die Antwort auf diese Fragen nie bekommen.
Nicht wenige Menschen auf der ganzen Welt sind sich sicher, dass Delphine sie vor dem Ertrinken und vor Haiangriffen gerettet haben. Ein ganz besonderer Bericht stammt von einer Gruppe von Fischern aus South Carolina in den USA. Im Juni 2001 fischten sie 56 Kilometer vor der Küste von Georgetown, als ihr Boot sank. Die Männer trieben mit dem Golfstrom und schrieben später in einem Bericht an eine örtliche Zeitung, sie seien von Heringshaien, Hammerhaien, Tigerhaien und anderen Arten buchstäblich umgeben gewesen. Sie kamen ihnen so nahe, dass sie Schürfwunden davontrugen. Dann erschien glücklicherweise eine Delphinschule und vertrieb die Haie. Die Delphine blieben die ganze Nacht über bei den Männern und vertrieben am darauf folgenden Nachmittag einen angreifenden 2,7 Meter langen Weißen Hai.“
zitiert aus: "Die Welt der Wale und Delphine", Mark Simmonds, 2006





