Buckelwal in der Ostsee gesichtet!

Vor der Küste Rügens ist von Wissenschaftlern ein zwölf Meter langer Buckelwal gesichtet worden. Vergleichbares ereignete sich zuletzt vor 30 Jahren.

Zwei Biologen, die zur Vogelbeobachtung auf Rügen sind, sahen den aus dem Wasser springenden Wal vor der Küste. Aufgrund seiner typischen, langen und hellen Brustflosse konnten sie ihn als Buckelwal identifizieren.


Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, bestätigte, daß es sich bei dem fotografierten Tier um einen Buckelwal handelt. Ein seltenes Ereignis, denn der letzte vergleichbare Fall liegt inzwischen bereits 30 Jahre zurück und ereignete sich am 24. August 1978,  die vorletzte Sichtung war sogar schon 1851.


Ein möglicher Grund dafür, dass der Wal auf seiner jährlichen Migration in die Arktis über die Nordsee in die Ostsee geschwommen ist, sind Fischschwärme, denen der Wal gefolgt sein könnte. Es ist nun wichtig, daß der Wal recht bald wieder aus der Ostsee herausfindet, da die Nahrungsressourcen dort nicht ausreichen, ein so großes Tier ausreichend zu ernähren, zumal es im Winter wieder in die nahrungsarmen Regionen um den Äquator zurückkehren muß. Findet der Wal nicht zurück auf seine eigentliche Route gen Nordpol, könnte sein 'Abstecher' sogar lebensgefährlich werden.


Buckelwale leben in allen Ozeanen, sommers meist in Polregionen, winters in subtropischen Gewässern. Sie können 50 Jahre alt und dabei bis zu 18 Meter lang und 40 Tonnen schwer werden. Der weltweite Bestand dieser Bartenwale, die sich von Kleinstlebewesen ernähren, wird auf 35.000 bis 40.000 Tiere geschätzt.


Buckelwale sind für ihre Gesänge bekannt, die besonders vielfältig sind. Die Melodien besitzen komplexe Strukturen und repetitive Elemente, sodass sie mit menschlichen Liedern vergleichbar sind.

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