Wasserwelten. Eine Fernseh-Ausstellung für Kinder
Eine Sonderausstellung der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen (Berlin). Zu sehen vom 29. Mai 2008 bis zum 11. Januar 2009
Wasser zählt unbestritten zu den wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts. Bereits in den 1990er Jahren setzte ein Bewusstseinswandel in der Öffentlichkeit ein: Wasser lief nicht mehr selbstverständlich aus dem aufgedrehten Hahn, sondern wurde als gefährdete Ressource wahrgenommen.
Das Fernsehen hat mit unzähligen Sendungen zum Klimawandel, zu Verschmutzung und ungleicher Verteilung des Wassers zu diesem Umdenken beigetragen. Gerade im Kinderprogramm informieren viele Wissenssendungen über das Thema. Dabei schaffen sowohl Fernsehen wie Kino durch moderne Kameratechnik und digitale Nachbereitung des Filmmaterials eine visuelle Eindringlichkeit, die häufig echter wirkt als die Natur selbst. Beide Medien haben sich bei der Darstellung von Wasser als Lebensraum aus einer Vielzahl von Meerestieren drei herausgegriffen und sie immer wieder neu in Szene gesetzt: Eisbären, Pinguine und Delphine.
Obwohl das Naturelement zunehmend wissenschaftlich für Kinder erschlossen wird, verliert die Wasserwelt nicht an Faszination, sie bietet nach wie vor Stoff für Märchen, Mythen und Tierparabeln. Die Ausstellung "Wasserwelten" bringt diese beiden Herangehensweisen in Einklang, dokumentarische Filme und fiktive Sendungen, die Geschichten rund ums Wasser erzählen.
Welchen Stellenwert dieses Thema derzeit in unserer Welt einnimmt, zeigt schon allein das diesjährige Leitthema der Weltausstellung im spanischen Zaragoza „Wasser und Nachhaltigkeit“. Seit der Agenda 21, einem umweltpolitischen Aktionsprogramm, das von Regierungs- und Nichtregierungsvertretern aus 179 Ländern 1992 in Rio de Janeiro entwickelt wurde, hat sich das öffentliche Bewusstsein zum Thema Wasser und Umwelt stark verändert. Dazu hat das Fernsehen maßgeblich beigetragen mit unzähligen Sendungen zu Wasserverschmutzung, Wasserknappheit, ungleicher Verteilung von Wasser, Privatisierung von Wasser usw.
Seit der Jahrtausendwende folgten jährliche Weltwasserkongresse, das Jahr 2003 wurde von der UN zum „Jahr des Wassers“ erklärt und am 22. März 2005 eröffnete Kofi Annan die Weltwasserdekade. Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen wollte damit ein Zeichen setzen, um die Weltgemeinschaft nachdrücklich daran zu erinnern, dass der bisherige sorglose Umgang mit dem „blauen Gold“ nicht mehr zu verantworten sei.
Website der Ausstellung
Pressemitteilung zu "Wasserwelten"
"Wasserwelten" - Exposée (mit detaillierten Informationen)






